Uniklinik Köln / Healex

Clinical Designer

Webbasiertes Autorentool zur klinischen Datenmodellierung

Clinical Designer – Modellierung
Clinical Designer – Strukturen
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Auftraggeber

Uniklinik Köln / Healex

Branche

Healthcare & Life Sciences, IT & Software

Zeitraum

Jun 2011 – Jun 2012

Disziplinen

UX/UI Design, Product Ownership, Dokumentation

Rolle

UX/UI Design, Dokumentation

Tools
FigmaSketchPrototyping
Der Clinical Designer ist das Autorentool des Clinical Documentation Systems (CDS). Über diese Webanwendung definieren Projektmanager, Forscher und Datenmanager die zugrundeliegenden Datenmodelle, eCRFs (Electronic Case Report Forms) und Validierungsregeln für klinische Register und Studien, bevor diese im CDS produktiv gehen. Das System basiert auf einer hierarchischen Baumstruktur aus logischen Gruppen, Items und Values mit einem präzisen Datentyp-System (Boolean, Date, Numeric, Text, Textarea, Radio Selection, Checkboxes). Master Dictionaries und Kataloge ermöglichen die Wiederverwendung von Datenstrukturen über Studien hinweg. Ein Verlaufs- und Ausprägungsmodus (Scheduler) definiert die zeitliche Instanziierung der Datenerhebung, und ein CRF-Layouter generiert druckbare Formulare.

Kontext

Damit das CDS hochflexibel für unterschiedlichste klinische Studien und Gesundheitsregister eingesetzt werden kann, bedarf es eines vorgelagerten Autorentools. Fachanwender – Datenmanager, Forscher und Projektmanager – mussten befähigt werden, hochkomplexe Datenschemata mit Items, logischen Gruppen, Datentypen und Studienphasen-Zuordnungen selbst webbasiert zu definieren.


Rolle

Verantwortlich für das komplette UX/UI-Design aller Module, das Interaction Design der Baumnavigation und Datentyp-Konfiguration sowie das Verfassen des Benutzerhandbuchs.


Ansatz

Das zentrale Designziel war, die Abstraktionsebene von Datenmodellen ins Visuelle und Greifbare zu übersetzen. Die hierarchische Baumstruktur mit Clipboard-Operationen, Keyboard-Shortcuts und Live-CRF-Vorschau ermöglicht effizientes Arbeiten. Das Datentyp-System wurde so konzipiert, dass jede Konfigurationsänderung sofort sichtbar wird.


Lösung

Ein strukturiertes Web-Interface mit fünf Kernmodulen: Projektübersicht mit Master Dictionaries, hierarchischer Modellierungsmodus mit Live-Vorschau, Verlaufs- und Ausprägungsmodus für die zeitliche Planung der Datenerhebung, CRF-Layouter für druckbare Formulare und eine Studienphasenansicht als Data Assessment Table.


Impact

Der Clinical Designer entkoppelte die Definition von Studiendatenstrukturen signifikant von der Softwareentwicklung: Neue klinische Studien und fachliche Updates konnten so deutlich effizienter produktiv geschaltet werden.


Learnings

Die UX-Anforderungen an „Software, die andere Software konfiguriert" sind weitaus strenger als bei reiner Dateneingabe. Live-Vorschauen und sofortiges visuelles Feedback reduzieren Modellierungsfehler drastisch. Die enge Zusammenarbeit mit Reviewern (Verständlichkeit, Terminologie) war entscheidend für die Anwendbarkeit.

Scope

  • UX/UI-Design des hierarchischen Datenmodellierungsmodus (Baumstruktur mit Items, logischen Gruppen, Values)
  • Datentyp-Konfigurationssystem (Boolean, Date, Numeric mit Split Fields, Text, Textarea, Radio, Checkboxes)
  • Master Dictionaries und Kataloge zur studienübergreifenden Wiederverwendung
  • Live-CRF-Vorschau während der Modellierung
  • Verlaufs- und Ausprägungsmodus (Scheduler) für zeitliche Instanziierung
  • CRF-Layouter für druckbare und digitale Formulare
  • Studienphasenansicht und Data Assessment Table
  • Zuordnung zu Analysekriterien (Population, Safety, Efficacy, Treatment, Healthcare)
  • Projekteinstellungen und Master-Dictionary-basierte Projekterstellung
  • Verfassen des Benutzerhandbuchs und technische Dokumentation
  • Keyboard-Shortcuts und Interaction Design für effiziente Baumnavigation

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