Uniklinik Köln, AGFA, J&J
Healthcare & Life Sciences, Forschung & Bildung
Jan 2012 – Okt 2012
UX/UI Design, Informationsdesign, Spezifikation
UX/UI Design, Informationsdesign, Spezifikation
Kontext
Damit unterschiedliche Krankenhäuser klinische Daten (beispielsweise aus der Onkologie) für übergeordnete Studien auswerten können, müssen diese semantisch integriert werden. Dieser „Two-Step Formalization Approach" – der Transfer von lokalen Datenbankschemata in vereinheitlichte Domänen-Ontologien – erforderte ein durchdachtes Interface, das strukturierte und unstrukturierte Daten zusammenführt.
Rolle
Verantwortlich für die komplette Interface-Spezifikation, das Informationsdesign und die UX/UI-Konzeption aller Module im interdisziplinären Partnernetzwerk.
Ansatz
Die Spezifikation definiert jeden Screen des Systems im Detail: vom Dashboard mit Gadget-System über den Query-Builder mit vier Zeitkriterien-Optionen bis zur Patientenansicht mit farbkodierter Datenvisualisierung. Besonderer Fokus lag auf der Brücke zwischen strukturierten (Data Dictionary) und unstrukturierten Daten (Scans, Arztbriefe) durch koordinatenbasierte Annotation.
Lösung
Ein umfassendes Kliniksystem mit personalisierbarem Dashboard, Monitoring mit komplexem Query-Builder und fünf Visualisierungsoptionen, einer Patientenansicht mit Sparklines, Trend-Indikatoren und Therapy-Path-Timeline sowie Decision Support auf Basis klinischer Leitlinien. Die Annotation unstrukturierter Dokumente ermöglicht die schrittweise Digitalisierung bestehender Papierprozesse.
Impact
Das Pilotprojekt bewies erfolgreich die Machbarkeit dieses zweistufigen Integrations-Ansatzes in der klinischen Praxis. Die Ergebnisse wurden wissenschaftlich im Paper "Semantic integration and analysis of clinical data" vorgestellt.
Learnings
Die Visualisierung medizinischer Ontologien und semantischer Verbindungen erfordert höchstes Maß an Reduktion. Die Brücke zwischen strukturierten und unstrukturierten Daten – durch Annotation und Clipping-Verknüpfung – ist der Schlüssel zur schrittweisen Digitalisierung klinischer Workflows.
Scope
- —Verfassen der kompletten Interface- und Markup-Spezifikation
- —Dashboard mit personalisierbaren Gadgets (Solid/Flexible), Drag & Drop, Konfiguration
- —Monitoring-Modul mit Query-Builder, Zeitkriterien und Inklusions-/Exklusions-Logik
- —Report-Visualisierungen (Tabelle, Pie Chart, Bar Chart, Compare, Pivot Table)
- —Patientenansicht mit Tabs (Overview, Basic Data, Report, Timeline, Therapy Path, Clinical Course)
- —Sparkline-Visualisierung und Out-of-Range-Indikatoren für klinische Werte
- —Therapy-Path-Timeline mit Decision Support basierend auf Leitlinien
- —Annotation unstrukturierter Daten (Scans, Befunde) und Verknüpfung mit Data Dictionary
- —Patienten-Tab-System mit Tastenkürzel und Quicksearch
- —Audittrail mit systemübergreifender Rückverfolgbarkeit (Orbis, MegaManager)




