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ProjekteEigenprojekt

Galllery

Von der Kunstgalerie zum pilotierbaren Modell für kuratierte Zwischennutzung leerstehender Büroflächen

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Auftraggeber

Eigenprojekt

Zeitraum

Mär 2024 – Dez 2024

Branche
Kunst & KulturImmobilien & Stadtentwicklung
Galllery startete als Kunstgalerie in Köln – mit eigenem Corporate Design, Website und einem kuratierten Programm für aufstrebende Künstler. Der erste Standort in der Koblenzer Straße 88 bewies, dass das Konzept funktioniert: Die leerstehende Bürofläche wurde erfolgreich aktiviert, erzeugte spürbare Frequenz im Quartier und schuf Sichtbarkeit für junge Kunst. Die Erkenntnis aus dem Pilotbetrieb: Die Nachfrage ist da, die Wirkung messbar – aber ein einzelner Standort reicht nicht aus, wenn daraus ein belastbares Modell für Eigentümer, Kommunen und Kulturakteure entstehen soll. Deshalb wird Galllery vom Galeriekonzept zu einem übertragbaren Aktivierungsmodell für leerstehende Büroflächen weiterentwickelt. Der aktuelle Fokus liegt auf der Schärfung des Geschäfts- und Organisationsmodells: klare Kriterien für geeignete Flächen, kuratorische Standards, Vertrags- und Betriebslogik, Wirtschaftlichkeitsrahmen und eine digitale Dokumentation der Ausstellungen. Für die nächste Phase sucht Galllery Pilotpartner aus Immobilienwirtschaft, Stadtentwicklung und Kultur.

Kontext

In vielen Innenstädten stehen Büroflächen über Monate leer – die Nachfrage nach klassischen Büros ist strukturell gesunken. Gleichzeitig fehlen bezahlbare, flexible Räume für Kultur, Kreativwirtschaft und kleine Initiativen. Ungenutzte Flächen und realer Raumbedarf stehen unverbunden nebeneinander. Der Markt bietet bislang kein standardisiertes, wirtschaftlich tragfähiges Modell zur Zwischennutzung von Büroflächen.


Rolle

Wir verantworten das Projekt von der ursprünglichen Geschäftsidee über den Markenaufbau und den Pilotbetrieb bis zur Entwicklung des pilotierbaren Geschäftsmodells. Die Modell- und Prozessentwicklung liegt bei uns, ergänzt durch kuratorische Expertise und digitale Dokumentation im erweiterten Team.


Ansatz

Das Modell wird in vier Bausteinen entwickelt: Ein Eignungssystem identifiziert geeignete Flächen anhand definierter Kriterien. Eine Kurations- und Nutzungslogik definiert Qualitätsstandards und Auswahlverfahren. Eine Vertrags- und Betriebsstruktur schafft rechtliche Sicherheit und operative Planbarkeit. Ein Wirtschaftlichkeits- und Risikomodell ermöglicht belastbare Kalkulationen. Grundlage ist die reale Erfahrung aus dem Pilotbetrieb an der Koblenzer Straße 88 und die Vorbereitung weiterer Standortgespräche.


Lösung

Das Ziel ist ein dokumentiertes Toolkit: Prozesshandbuch, Vertragsmodule, Betriebsabläufe und Kalkulationswerkzeuge. Eigentümer können damit Zwischennutzung risikoarm und planbar testen, Kommunen erhalten ein Werkzeug zur Aktivierung von Problemflächen, und Kulturakteure bekommen Zugang zu kuratierten Räumen.


Impact

Der Proof of Concept an der Koblenzer Straße 88 zeigte spürbare räumliche und soziale Wirkung: aktivierte Fläche, erhöhte Quartierfrequenz und Sichtbarkeit für junge Kunst. Das Projekt entwickelt sich nun vom Einzelstandort zum übertragbaren Modell – mit dem Ziel, Leerstand systematisch in nutzbare Räume zu überführen und die nächste Pilotphase mit passenden Partnern aufzusetzen.


Learnings

Die größte Erkenntnis aus dem Pilotbetrieb: Die Nachfrage und die Wirkung waren nie das Problem – das fehlende strukturierte Geschäftsmodell war es. Die Kombination aus physischem Galerieraum und digitaler Plattform differenziert, aber erst ein reproduzierbares Betriebsmodell macht den Ansatz skalierbar.

Scope

  • Namensfindung, Corporate Design und Website für die erste Galeriephase
  • Aufbau und Betrieb eines kuratierten Galerieraums als Proof of Concept
  • Analyse von Leerstandsmustern, Eigentümeranforderungen und rechtlichen Rahmenbedingungen
  • Entwicklung eines standardisierten Geschäftsmodells mit vier Bausteinen: Eignungssystem, Kurationslogik, Vertrags- und Betriebsstruktur, Wirtschaftlichkeitsmodell
  • Erstellung von Musterverträgen, Prozesshandbuch und Kalkulationswerkzeugen
  • Vorbereitung der nächsten Pilotphase mit Eigentümern, Kommunen und Kulturpartnern

Ergebnisse

  • Erfolgreich aktivierter Proof of Concept mit messbarer Quartiersfrequenz
  • Differenzierte Markenidentität im Kunstmarkt
  • Geschärftes Modell für kuratierte Zwischennutzung leerstehender Büroflächen
  • Übertragbares Toolkit für Eigentümer und Kommunen in Entwicklung
  • Klare Grundlage für Pilotgespräche und Kooperationsanbahnung

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