Studium » Projekte » Elektro Auto Studie

Ausstellungsplakat

Als Einstieg in das Projekt habe ich im Zeichenkurs das perspektivische Zeichnen von Fahrzeugen geübt. Inspiriert von zahlreichen Autokonzepten und Elektromotor Studien, begab ich mich auf die Suche nach Form und Gestalt. Nach der Zeichnenübung und dem vielen Probieren fand im reversiblen Zeichnen in Autodesk SketchBook Pro mit dem Wacom Intuos3 A5 Grafiktablet ein optimales Werkzeug. Am Ende dieser Phase hatte ich 5 Konzepte mit jeweils einer 3-Tafel Ansicht und einer 3-dimensionalen Zeichnung. Die Entscheidung fiel letztlich auf zwei Konzepte, die als Modell ausgearbeitet wuden. Die Modellierung mit groben Feilen und Schleifpapier und blauem Modellbauschaum begann. Aus der 3-Tafel Ansicht generierte Schablonen wurden auf den blauen Schaumblock projiziert. Die Annäherung an die Symmetrie verlief synchron: jeweils auf beiden Seiten trug ich in etwa die gleiche Menge ab. Durch das Halten der Modelle gegen das Licht konnte man sehen, wo etwas abzutragen war. Als die Formen beider Modelle zufrieden- stellend waren, habe ich sie mit Dispersionsfarbe (Wandfarbe) in mehreren Durchgängen mit einem Feinborstenpinsel angestrichen. Die Radkästen habe ich mit einer Lochsäge ausgespart. Weiteres Schleifen und Feilen brachte noch mehr Annäherung an die Symmetrie. Es folgen erneut Anstriche mit Wandfarbe.

Auftragen von Spritzspachtel auf beide Modelle war ein kritischer Schritt, da blauer Modellbauschaum mit der auf Lösungsmittel basierenden Grundierung chemisch reagiert. Die Modelle haben leicht Blasen geschlagen und sind über die Nacht getrocknet. Durch das Schleifen konnte ich viele kleinere Unebenheiten beseitigten, während des Schleifens jedoch haben die Mo- delle grobe Dellen bekommen, da der Spritzspachtel die obere Schicht leicht aufgelöst und somit weich gemacht hat. Anschließend haben die Modelle drei Tage geruht. Nachdem der blaue Schaum unter dem Spritzspachtel wieder stabil geworden ist, habe ich die Dellen mit Zwei-Kompontenten-Spachtel in mehreren Durchgängen geschlossen und mit Schleifpapier angeglichen. Nachdem die groben Fehler beseitigt waren, habe ich die Modelle mit schwarzem Pulver auf feinste Unebenheiten geprüft und mit feinem Schleifpapier für die Grundierung in der Lackierwerkstatt vorbereitet. Die Grundie- rung ermöglich es die Oberfläche der Modelle mit auf Lösungsmittel basierenden Lacken zu beschichten, ohne dass sich der blaue Schaum bemerkbar macht.

Nach der Grundierung waren die Modelle bereit für den Windkanal. Aufmontiert auf den Teller durch Verschrauben der Räder wurde der Strömungswiderstandskoeffizient (cw-Wert) gemessen. Im nächsten Schritt wurden im nächsten Schritt seitlich befestigt, um die Auftriebskraft (ca-Wert) zu ermitteln. Da die Windströmung und -verwirbelung um die Modelle nicht sicht- bar war, habe ich einen roten Faden um die Oberfläche des Modells bei laufendem Test geführt, um die Problemstellen zu visualsieren. Der Unterboden des Modells »Aero« erwies sich als Grund für den relativ schlechten cw-Wert.

Zeitraum:
12 Wochen
Art:
Studienprojekt in Kooperation mit Studierenden der Fakultät für Fahrzeugsysteme und Produktion, dem Institut für Fahrzeugtechnik (IFK), Labor für Thermo- und Fluiddynamik